Lärm ist ja nicht anders als jedes andere Schallereignis, nur dass es eben unerwünscht ist. Das Phänomen des Benzinmotor betriebenen Laubgebläses ist ein Archetyp von Lärm, da sich Laub auch auf viel stillere und erfrauliche Weise bewegen lässt. Um diese Jahreszeit gehäuft anzutreffen, wegen gehäuftem Laubfall. (Siehe auch Sound des Monats November)

Im trüben Novemberhochnebelwetter ist Sonnenschein gar selten und die Stimmung bei vielen deshalb oft so trübe wie der Himmel. Was in dieser Jahreszeit jedoch die Endorphinausschüttung anregt und stets die Stimmung hebt, ist im Wald durch das Laub zu rascheln.   Weitere Einträge im Sound-Kalender 2020 befinden sich HIER.

Nach langer Denk- und Programmierarbeit von Florian Lentsch ist er endlich präsentabel: der Soundscape Designer im Mischpult-Look. Was das ist? Eine Spielwiese um mit dem Hintergrundrauschen unseres Alltages zu experimentieren, sich seine eigene utopische Klanglandschaft zu mixen oder eine beruhigende Wohnzimmeratmosphäre zu basteln.

Auf meinem Weg zum in der Nachsaison sehr gemütlichen ***** Camping-Resort San Francesco an der italienischen Adria entdecke ich hinter dem Maxi-Supermarkt einen Handymasten, der erstaunliche Geräusche von sich gibt.

In dieser Ausgabe der Gehörschnecke stürzen wir uns in die plötzliche einseitige Stille und radeln ans Meer. Ein Sendung über Hörstürze und Abfahrten. Zu hören hier.

In dieser Ausgabe der Gehörschnecke spazieren wir mit Helmut Pfeifenberger durch den Schwarzenbergpark in Wien und lauschen dem Gezwitscher. Zu hören hier.

Auf dem Weg durch das Kanaltal Richtung Süden (um den Sommer ein bisschen zu verlängern), komme ich an einer faszinierenden, grünen Maschine vorbei, die Schotter aus dem Flussbett des Taglaimento abbaut. Flussrauschen einmal anders. Mehr Geräusche sind im Soundkalender 2020 zu finden.

Nach einer Kooperation mit dem Grazer Radiosender Helsinki ist die Gehörschnecke zu Gast in der Langen Nacht der Soundscapes, die am 19. September von 22Uhr bis zum 20.September um 8Uhr stattfindet. Die Freude ist ungemein!

Auf einer  Zugreise nach Ljubljana entdröhnt dem Lautsprecher ein nagendes Störgeräusch. Es klingt so, als würden Außerirdische das Netz der ÖBB für eigene Durchsagen nutzen – vielleicht um ihre Ankunft oder den nächsten Bahnhof anzukündigen. Meinen Nachbarn bewegt das Geräusch allerdings nur dazu sich umzusetzen. Das außerirdische Dröhnen kommt aber aus allen Lautsprechern im Waggon und bearbeitet ausdauernd das Unterbewusstsein der Fahrgäste … Das alte Gesetz, dass das einzig Konstante der Wandel ist, erfüllt sich an der slowenischen Grenze, wo der Zug an einen anderen Stromkreis geschlossen wird (oder der Schaffner endlich das Mikrofon abschaltet), und das Geräusch für den Rest der Fahrt verstummt. → Achtung: Dieses Geräusch kann Ihnen die Nerven rauben!

In der Hochsommerausgabe der Gehörschnecke lauschen wir weiteren Klängen aus Graz. Nachzuhören hier.

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