In meinem Kellerabteil habe ich beim Einzug einen hässlichen Ventialtorturm gefunden. Jetzt im Juni 2021, wenn die Temperaturen sich draußen regelmäßig den 35°C und in meiner südseitigen Wohnung den 28°C nähern, bin ich immer wieder froh, dass ich ihn nicht gleich entsorgt habe. Das klingt dann so:

In dieser Ausgabe der Sendung zum Zuhören hören wir Hämmern, Klopfen und Schwingen in der Finsternis. Ein Beitrag aus dem Darkroom im Kultur Café Max, zu hören hier.  

In der neuen Ausgabe der Sendung zum Zuhören summt, brummt, dröhnt, saust und zischt es in verschiedensten Tönen. Eine Odyssee durch die mechanisierte Behaglichkeit. Zu hören hier.

Gegenüber der Tankstelle und der Autowerkstatt in der Baldiagasse,Wien Ottakring, hat eine Amsel den lokalen Soziolekt erlernt: Industrial Free Jazz. Illustration: Myriam Parth   Zum vollen Genuss des Sounds des Monats benutzen Sie bitte Kopfhörer. Mehr Geräusche des Jahres 2021 finden sich hier.

Am Mittwoch den 28. April ist zum 24. Mal der International Noise Awareness Day (“Tag gegen Lärm”). Von 13:30-16:00 findet dazu eine Onlineveranstaltung mit dem Titel “Immer noch zu laut?” statt.  Der Flyer dazu ist hier zu finden.

In dieser Ausgabe der Gehörschnecke hören wir den abwechslungsreichen und spannenden Klang der Wechselspannung. Zu finden hier.

In der aktuellen Sendung hören wir einen Beitrag aus dem Frühjahr 2020, in dem wir uns mit den Geräuschen  der Märkte, Spielplätze und Straßen beschäftigen. Mit Clemens Miggitsch wandeln wir dabei durch die Thaliastraße in Wien Ottakring. Zu hören ist das alles hier.

Was die Gehörschnecke am liebsten mag, ist andere zum Zuhören zu bringen. Und wenn das gelingt, ist die Feude besonders groß. Unlängst trudelte im Gehörschneckenpostkasten ein Foto aus der Ardèche in Südfrankreich ein mit dem Betreff “6 Uhr morgens” und dazu einer mit dem Smartphone gemachten Aufnahme. Wenn auch du schöne, spannende, nervtötende oder andere Klänge entdeckst, die dich bewegen (in welche Richtung auch immer), dann schick sie an die Gehörschnecke!

Im März sprießen nicht nur die ersten Frühblüher, auch die Menschen kommen vorsichtig aus den Höhlen, in denen sie sich über Monate verkrochen haben, und atmen Frühlingsluft. Und der März ist, eröffnet durch den Weltfrauentag, auch ein Monat des Protests und Widerstandes, wo sich die kritischen Köpfe zeigen und sagen: “Wir sind noch da!” Auf einer der zahlreichen Demonstrationen aam 20. März (an die 100 waaren allein in Wein angekündigt) habe ich Aufnahmen gemacht und zu einem Stimmungsbild aus Hubschrauberrattern, Megaphonparolen, Stimmengewirr und den Rhythmen der Maracatu-Gruppe SambAttac gebastelt. Der Dank für das Foto geht an Murtaza Elham, der regelmäßig die Protestaktionen gegen der Wochenenden für Moria in Wien begleitet.

In einem Bürgebäude, das ungenannt bleiben will, hat ein alter Bekannter von mir den Schlüssel zum Transformatorraum. Dort werden von drei Transformatoren die 10.000 Volt aus der Hochspannungsleitung in 230 Volt Wechselspannung umgewandelt. Näher als bis zum roten Sperrbalken sollte man nicht an das Geschehen heran, da bei dieser Spannung der Strom 10 cm weit durch die Luft springt. Das ganze klingt so.

10/66